Zahnarztpraxis Dr. Bruno A.C. Austermann

Basics

1. Gentherapie gegen Zahnfleischentzündungen

Acht von zehn Deutschen leiden an einer mehr oder weniger ausgeprägten, teilweise chronischen Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Das fühlt sich äußerst unangenehm an und kann den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen: Das Diabetes-, Herz infarkt- und Schlaganfall-Risiko steigt. Bislang galt vor allem eine unzureichende Pflege der Zahnzwischenräume als Hauptursache. Eine US-Studie zwingt nun zum Umdenken. Sie zeigt, dass mehr als 9000 Gene bei der Entstehung und Heilung der Gingivitis mitmischen. Außerdem fanden die Wissenschaftler der Universität von North Carolina in Chapel Hill heraus, dass unser Körper auf die Entzündung im Mund mit den gleichen Reaktionen antwortet, die sonst bei der Aktivierung unseres Immunsystems ablaufen. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Therapiemöglichkeiten: Beispielsweise könnte ein Gentest frühzeitig Gingivitis- Risikopatienten aufspüren. Und unschädlich gemachte Viren könnten als „Boten“ gezielt die entscheidenden Gingivitis- Gene beeinflussen und so die Entzündung stoppen. Erste Versuche in diese Richtung waren bereits erfolgreich.

2. Endlich entschlüsselt: der Bauplan für unseren ultraharten Zahnschmelz

Keine andere biologischeSubstanz ist so fest wie Zahnschmelz. Doch woran liegt das? Forscher der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) haben den Zahnschmelz jetzt auf Nano-Ebene durchleuchtet – erstmalig auf der Welt. Das überraschende Ergebnis: Zahnschmelz besteht aus einem korbähnlichen Geflecht, gebildet aus harten Mineralstoffen und einer Art Klebemasse. Der nächste Schritt, den die Hamburger Wissenschaftler nun gehen wollen, steht ebenso fest: Sie wollen den gefundenen Bauplan der Natur so schnell und genau wie möglich imitieren, um allen zukünftigen Zahnarzt-Patienten noch besseren, härteren Zahnersatz bieten zu können.

3. Der Zahnarzt der Zukunft betreibt „Biofilm-Management“

Jahrzehntelang wurde in der Zahnheilkunde von „Plaque“ gesprochen und uns Patienten eingebläut: Die muss weg! Doch neueste Studien zeigen ein differenzierteres Bild: Schädliche und nützliche Bakterien leben in der Mundhöhle wie in einer WG. „Fast schon ein mehrzelliger Organismus“, sagt Prof. Ulrich Saxer vom Zahnmedizinischen Zentrum Zürich. Prompt hat sich auch das Fachvokabular geändert: Statt die Plaque zu entfernen, wird „der dentale Biofilm gemanagt“. Anders gesagt: Die „guten“ Keime müssen gepflegt, die „bösen“ bekämpft werden. Keine leichte Aufgabe. Wirkstoffe wie Chlorhexidin, kurz CHX, oder Fluoride halten den gefährlichsten Streptococcus mutans in Schach. Bei der Gingivitis-Therapie (siehe Punkt 1) nutzt man den Biofilm dagegen als CHX-Depot. Auch den Zuckerersatzstoff Xylit mögen Karies- Bakterien nicht. Ganz neu: Antikörper-Lacke und ein veränderter, von Tabakpflanzen gebildeter Streptococcus mutans, der im dentalen Biofilm das antibakterielle Enzym Mutacin bildet Zahnpflege.

4. Elektrisch putzt es sich besser als mit der Hand

Nur ein Drittel aller Deutschen putzt noch mit einer Handzahnbürste, zwei Drittel vertrauen bereits der elektrischen Variante. Zu Recht, wie jetzt eine Übersichtsarbeit des internationalen Wissenschaftler- Netzwerks Cochrane Collaboration belegt, das die „Putzdaten“ von fast 4000 Teilnehmern analysierte: Vor allem E-Bürsten, die sich ultraschnell hin und her drehen (oszillierende Rotation) tragen Beläge um durchschnittlich 75 Prozent besser ab und senken das Gingivitis-Risiko nachhaltig. „Und im Gegensatz zur Handzahnbürste besteht kein erhöhtes Schädigungsrisiko für Zähne und Zahnfleisch durch eine falsche Putztechnik“, so Prof. Peter G. Robinson von der University of Sheffield in England, Hauptautor der Analyse.

5. Sanfte Pflege bringt mehr

Elektrisch putzen wir unsere Zähne nicht nur gründlicher und schonender, die leise surrenden Geräte bewirken außerdem, dass wir uns mehr Zeit für die tägliche Mundpflege nehmen. Die Aufsteckbürsten (z. B. „Oral-B Precision Clean“, im Fachhandel) haben eine höhere Borstendichte, umschließen unsere Zähne besser und gelangen tiefer in die Zwischenräume. Inzwischen werden sie auch im handlichen Kofferformat angeboten (z. B. „Panasonic Reisezahnbürste EW-DS11“, Fachhandel). Die News bei Zahncremes: Auch hier ist weniger mittlerweile mehr. Zahnärzte empfehlen Pasten mit möglichst wenig Abrieb. Der wird mit dem RDA-Wert angegeben und sollte idealerweise unter 60 liegen (z. B. „Pearls & Dents“, Drogerie-Märkte).

6. Amalgam nicht entfernen lassen

In Amalgam sehen viele Zahnärzte immer noch die ideale Füllung: haltbar, leicht einsetzbar und günstig. Und nach wie vor wird es als einziges Füllmaterial von den gesetzlichen Krankenkassen voll erstattet. Hinzu kommt, dass neuere Materialien wie Keramik zwar besser aussehen, in puncto Haltbarkeit aber deutlich schlechter abschneiden. Doch bei Patienten hat Amalgam kein gutes Image, weil es zur Hälfte aus Quecksilber besteht. Kritiker behaupten, das Metall vergifte den Körper schleichend und löse u. a. Migräne, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche aus. Inzwischen bestätigen aktuelle Studien jedoch, dass das Quecksilber sehr stabil in den Füllungen gebunden bleibt. Selbst wenn kleinere Stücke abbrechen, scheidet der Körper sie einfach aus. Dagegen wird beim Entfernen von Amalgam-Plomben oft Quecksilberdampf frei, der dann über die Atemwege in den Körper gelangt – wenn der Zahnarzt nicht umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen trifft. Deshalb: Amalgamfüllungen lieber drin lassen und nur bei Bedarf erneuern. Fehlstellungen

7. Mini-Kameras für den perfekt sitzenden Zahnersatz

Langsam drückt der Zahnarzt den sogenannten Löffel mit der fiesen Abdruckmasse auf die Zahnreihe. Jetzt heißt es: stillhalten und den Würgereflex so lange wie möglich unterdrücken … Stopp! Immer mehr Zahnärzte geben den Löffel ab – und ersetzen ihn durch ein 13,2 Millimeter schmales Gerät, das den Kiefer mit 22 Kameralinsen, fast 200 blauen Leuchtdioden und lichtempfindlichen Sensoren berührungslos abtastet. Ein Hochleistungscomputer erstellt aus den eingehenden Daten ein 3-D-Modell des Kiefers. Perfekter als auf dieser Basis kann kein Zahntechnik-Labor Brücken, Kronen oder Implantate anpassen, Fehlerquellen minimieren sich. „Chairside Oral Scanner“, kurz COS, heißt das neue System, das ein bisschen an Raumschiff Enterprise erinnert: unendliche Weiten statt Würgereiz.

8. Kiefergelenk-Probleme früher und schneller erkennen

Dauerpfeifen im Ohr, Schmerzen im Nacken, Kopf oder beim Kauen – an solchen Beschwerden kann das Kiefergelenk schuld sein. Greifen die oberen und unteren Zähne nicht mehr ideal ineinander, sprechen Fachleute von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD – bislang eher ein Fall für den Spezialisten. Doch auch in diesem Fall erleichtert moderne Hightech- Medizin Diagnose und Behandlung: Mit einem „Freecorder“ kann der Zahnarzt innerhalb von 15 Minuten Bewegungsabläufe beim Kauen und Beißen exakt aufzeichnen und erkennen, was die Beschwerden auslöst. Der Patient braucht nur auf eine Bissgabel zu beißen und wird nicht, wie beim Röntgen, einer Strahlenbelastung ausgesetzt, denn die Spezialkameras des „Freecorders“ arbeiten mit Rotlicht. Eine Software erzeugt am Ende ein dreidimensionales Bild.

9. Unsichtbare Spangen richten die Zähne bei Kindern – und bei Erwachsenen

Auch viele Menschen jenseits der Pubertät leiden unter einer Zahnfehlstellung. Dann hilft nur das Richten mittels Fixierung. Doch die Zeiten hässlicher Metallplättchen auf den Zähnen sind endgültig vorbei. Zwei neue Methoden machen Zahnspangen (fast) unsichtbar. Bei der Lingualtechnik sitzen die Metall-Brackets zur Befestigung innen an den Zähnen, der Zungenseite (lat. lingua = Zunge). Drei bis vier vorgeformte elastische Bögen setzt der Kieferorthopäde dafür ein. Das kostet allerdings einiges: Etwa 6000 bis 10 000 Euro muss man aus eigener Tasche bezahlen. Deutlich günstiger und ebenfalls kaum zu sehen ist eine Invisalign-Behandlung. Dabei wird für die komplette Zahnreihe eine Art feste Plastikhülle geformt. Das durchsichtige Material ist von außen kaum zu erkennen und lässt sich einfach überstülpen. Auch für diese Methode zahlt der Patient selbst, pro Kiefer etwa 2000 bis 5000 Euro.
Zahnarztpraxis Dr. Bruno A.C. Austermann

Basics

1. Gentherapie gegen

Zahnfleischentzündungen

Acht von zehn Deutschen leiden an einer mehr oder weniger ausgeprägten, teilweise chronischen Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Das fühlt sich äußerst unangenehm an und kann den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen: Das Diabetes-, Herz infarkt- und Schlaganfall-Risiko steigt. Bislang galt vor allem eine unzureichende Pflege der Zahnzwischenräume als Hauptursache. Eine US-Studie zwingt nun zum Umdenken. Sie zeigt, dass mehr als 9000 Gene bei der Entstehung und Heilung der Gingivitis mitmischen. Außerdem fanden die Wissenschaftler der Universität von North Carolina in Chapel Hill heraus, dass unser Körper auf die Entzündung im Mund mit den gleichen Reaktionen antwortet, die sonst bei der Aktivierung unseres Immunsystems ablaufen. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Therapiemöglichkeiten: Beispielsweise könnte ein Gentest frühzeitig Gingivitis-Risikopatienten aufspüren. Und unschädlich gemachte Viren könnten als „Boten“ gezielt die entscheidenden Gingivitis- Gene beeinflussen und so die Entzündung stoppen. Erste Versuche in diese Richtung waren bereits erfolgreich.

2. Endlich entschlüsselt: der Bauplan

für unseren ultraharten Zahnschmelz

Keine andere biologischeSubstanz ist so fest wie Zahnschmelz. Doch woran liegt das? Forscher der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) haben den Zahnschmelz jetzt auf Nano- Ebene durchleuchtet – erstmalig auf der Welt. Das überraschende Ergebnis: Zahnschmelz besteht aus einem korbähnlichen Geflecht, gebildet aus harten Mineralstoffen und einer Art Klebemasse. Der nächste Schritt, den die Hamburger Wissenschaftler nun gehen wollen, steht ebenso fest: Sie wollen den gefundenen Bauplan der Natur so schnell und genau wie möglich imitieren, um allen zukünftigen Zahnarzt-Patienten noch besseren, härteren Zahnersatz bieten zu können.

3. Der Zahnarzt der Zukunft betreibt

„Biofilm-Management“

Jahrzehntelang wurde in der Zahnheilkunde von „Plaque“ gesprochen und uns Patienten eingebläut: Die muss weg! Doch neueste Studien zeigen ein differenzierteres Bild: Schädliche und nützliche Bakterien leben in der Mundhöhle wie in einer WG. „Fast schon ein mehrzelliger Organismus“, sagt Prof. Ulrich Saxer vom Zahnmedizinischen Zentrum Zürich. Prompt hat sich auch das Fachvokabular geändert: Statt die Plaque zu entfernen, wird „der dentale Biofilm gemanagt“. Anders gesagt: Die „guten“ Keime müssen gepflegt, die „bösen“ bekämpft werden. Keine leichte Aufgabe. Wirkstoffe wie Chlorhexidin, kurz CHX, oder Fluoride halten den gefährlichsten Streptococcus mutans in Schach. Bei der Gingivitis-Therapie (siehe Punkt 1) nutzt man den Biofilm dagegen als CHX-Depot. Auch den Zuckerersatzstoff Xylit mögen Karies- Bakterien nicht. Ganz neu: Antikörper-Lacke und ein veränderter, von Tabakpflanzen gebildeter Streptococcus mutans, der im dentalen Biofilm das antibakterielle Enzym Mutacin bildet Zahnpflege.

4. Elektrisch putzt es sich besser als mit

der Hand

Nur ein Drittel aller Deutschen putzt noch mit einer Handzahnbürste, zwei Drittel vertrauen bereits der elektrischen Variante. Zu Recht, wie jetzt eine Übersichtsarbeit des internationalen Wissenschaftler-Netzwerks Cochrane Collaboration belegt, das die „Putzdaten“ von fast 4000 Teilnehmern analysierte: Vor allem E-Bürsten, die sich ultraschnell hin und her drehen (oszillierende Rotation) tragen Beläge um durchschnittlich 75 Prozent besser ab und senken das Gingivitis-Risiko nachhaltig. „Und im Gegensatz zur Handzahnbürste besteht kein erhöhtes Schädigungsrisiko für Zähne und Zahnfleisch durch eine falsche Putztechnik“, so Prof. Peter G. Robinson von der University of Sheffield in England, Hauptautor der Analyse.

5. Sanfte Pflege bringt mehr

Elektrisch putzen wir unsere Zähne nicht nur gründlicher und schonender, die leise surrenden Geräte bewirken außerdem, dass wir uns mehr Zeit für die tägliche Mundpflege nehmen. Die Aufsteckbürsten (z. B. „Oral-B Precision Clean“, im Fachhandel) haben eine höhere Borstendichte, umschließen unsere Zähne besser und gelangen tiefer in die Zwischenräume. Inzwischen werden sie auch im handlichen Kofferformat angeboten (z. B. „Panasonic Reisezahnbürste EW-DS11“, Fachhandel). Die News bei Zahncremes: Auch hier ist weniger mittlerweile mehr. Zahnärzte empfehlen Pasten mit möglichst wenig Abrieb. Der wird mit dem RDA-Wert angegeben und sollte idealerweise unter 60 liegen (z. B. „Pearls & Dents“, Drogerie-Märkte).

6. Amalgam nicht entfernen lassen

In Amalgam sehen viele Zahnärzte immer noch die ideale Füllung: haltbar, leicht einsetzbar und günstig. Und nach wie vor wird es als einziges Füllmaterial von den gesetzlichen Krankenkassen voll erstattet. Hinzu kommt, dass neuere Materialien wie Keramik zwar besser aussehen, in puncto Haltbarkeit aber deutlich schlechter abschneiden. Doch bei Patienten hat Amalgam kein gutes Image, weil es zur Hälfte aus Quecksilber besteht. Kritiker behaupten, das Metall vergifte den Körper schleichend und löse u. a. Migräne, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche aus. Inzwischen bestätigen aktuelle Studien jedoch, dass das Quecksilber sehr stabil in den Füllungen gebunden bleibt. Selbst wenn kleinere Stücke abbrechen, scheidet der Körper sie einfach aus. Dagegen wird beim Entfernen von Amalgam-Plomben oft Quecksilberdampf frei, der dann über die Atemwege in den Körper gelangt – wenn der Zahnarzt nicht umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen trifft. Deshalb: Amalgamfüllungen lieber drin lassen und nur bei Bedarf erneuern. Fehlstellungen

7. Mini-Kameras für den perfekt

sitzenden Zahnersatz

Langsam drückt der Zahnarzt den sogenannten Löffel mit der fiesen Abdruckmasse auf die Zahnreihe. Jetzt heißt es: stillhalten und den Würgereflex so lange wie möglich unterdrücken … Stopp! Immer mehr Zahnärzte geben den Löffel ab – und ersetzen ihn durch ein 13,2 Millimeter schmales Gerät, das den Kiefer mit 22 Kameralinsen, fast 200 blauen Leuchtdioden und lichtempfindlichen Sensoren berührungslos abtastet. Ein Hochleistungscomputer erstellt aus den eingehenden Daten ein 3- D-Modell des Kiefers. Perfekter als auf dieser Basis kann kein Zahntechnik-Labor Brücken, Kronen oder Implantate anpassen, Fehlerquellen minimieren sich. „Chairside Oral Scanner“, kurz COS, heißt das neue System, das ein bisschen an Raumschiff Enterprise erinnert: unendliche Weiten statt Würgereiz.

8. Kiefergelenk-Probleme früher und

schneller erkennen

Dauerpfeifen im Ohr, Schmerzen im Nacken, Kopf oder beim Kauen – an solchen Beschwerden kann das Kiefergelenk schuld sein. Greifen die oberen und unteren Zähne nicht mehr ideal ineinander, sprechen Fachleute von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD – bislang eher ein Fall für den Spezialisten. Doch auch in diesem Fall erleichtert moderne Hightech- Medizin Diagnose und Behandlung: Mit einem „Freecorder“ kann der Zahnarzt innerhalb von 15 Minuten Bewegungsabläufe beim Kauen und Beißen exakt aufzeichnen und erkennen, was die Beschwerden auslöst. Der Patient braucht nur auf eine Bissgabel zu beißen und wird nicht, wie beim Röntgen, einer Strahlenbelastung ausgesetzt, denn die Spezialkameras des „Freecorders“ arbeiten mit Rotlicht. Eine Software erzeugt am Ende ein dreidimensionales Bild.

9. Unsichtbare Spangen richten die

Zähne bei Kindern – und bei

Erwachsenen

Auch viele Menschen jenseits der Pubertät leiden unter einer Zahnfehlstellung. Dann hilft nur das Richten mittels Fixierung. Doch die Zeiten hässlicher Metallplättchen auf den Zähnen sind endgültig vorbei. Zwei neue Methoden machen Zahnspangen (fast) unsichtbar. Bei der Lingualtechnik sitzen die Metall-Brackets zur Befestigung innen an den Zähnen, der Zungenseite (lat. lingua = Zunge). Drei bis vier vorgeformte elastische Bögen setzt der Kieferorthopäde dafür ein. Das kostet allerdings einiges: Etwa 6000 bis 10 000 Euro muss man aus eigener Tasche bezahlen. Deutlich günstiger und ebenfalls kaum zu sehen ist eine Invisalign- Behandlung. Dabei wird für die komplette Zahnreihe eine Art feste Plastikhülle geformt. Das durchsichtige Material ist von außen kaum zu erkennen und lässt sich einfach überstülpen. Auch für diese Methode zahlt der Patient selbst, pro Kiefer etwa 2000 bis 5000 Euro.